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	<title>Comments on: Kulturindustrie 1: Musik von anderen Planeten und das Entspannen in Deutschland</title>
	<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/</link>
	<description>Buchstabenkannibalismus</description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 03:19:53 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>By: harry hirsch</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-237</link>
		<author>harry hirsch</author>
		<pubDate>Thu, 04 May 2006 09:05:18 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-237</guid>
					<description>Das Problem von dem Projekt ist doch, dass es sich hauptsächlich nur am "bösen" Nationalismus abarbeitet und dabei selbst mit der CD eine alternative, bessere Facette des Kulturdeutschlands entwirft, bei dem fast alle Bands sich von Goetheinstitut oder Bundeskulturstiftung oder German Sounds sponsoren lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem von dem Projekt ist doch, dass es sich hauptsächlich nur am &#8220;bösen&#8221; Nationalismus abarbeitet und dabei selbst mit der CD eine alternative, bessere Facette des Kulturdeutschlands entwirft, bei dem fast alle Bands sich von Goetheinstitut oder Bundeskulturstiftung oder German Sounds sponsoren lassen.</p>
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		<title>By: kubia</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-244</link>
		<author>kubia</author>
		<pubDate>Fri, 05 May 2006 18:00:39 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-244</guid>
					<description>Kann dir bei der Einschätzung von Marcuses Text nur zustimmen, fand den auch eher banal und sogar kurz vor der Grenze in den Rassismus rutschend. Die gefühlvolle, sensitive afro-amerikanische Bauchmusik ist schon ein ziemlich übles Klischee. Tobias Rapp hat in seiner Rezension das Problem des Samplers doch auch irgendwie auf den Punkt gebracht, als er feststellte, dass von den vertretenen Bands doch kaum eine ein internationales Pop-Idiom sprechen würde (von Mouse on Mars mal abgesehen). Stattdessen gibt es halt Jungsmusik aus politisch einigermaßen aufgeklärten deutschsprachigen Haushalten. Migranten, welcher Generation auch immer, treten schließlich auch bei ICRID nicht besonders in den Vordergrund.
Aber ein schöner Text. Ist die neue Testcard lesenswert? War von den letzten beiden eher enttäuscht, bin deswegen grad ein wenig skeptisch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kann dir bei der Einschätzung von Marcuses Text nur zustimmen, fand den auch eher banal und sogar kurz vor der Grenze in den Rassismus rutschend. Die gefühlvolle, sensitive afro-amerikanische Bauchmusik ist schon ein ziemlich übles Klischee. Tobias Rapp hat in seiner Rezension das Problem des Samplers doch auch irgendwie auf den Punkt gebracht, als er feststellte, dass von den vertretenen Bands doch kaum eine ein internationales Pop-Idiom sprechen würde (von Mouse on Mars mal abgesehen). Stattdessen gibt es halt Jungsmusik aus politisch einigermaßen aufgeklärten deutschsprachigen Haushalten. Migranten, welcher Generation auch immer, treten schließlich auch bei ICRID nicht besonders in den Vordergrund.<br />
Aber ein schöner Text. Ist die neue Testcard lesenswert? War von den letzten beiden eher enttäuscht, bin deswegen grad ein wenig skeptisch.</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>By: scrupeda</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-292</link>
		<author>scrupeda</author>
		<pubDate>Sat, 06 May 2006 09:56:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-292</guid>
					<description>Inwieweit das Projekt als solches schon Schmarrn ist oder nicht, ist ja schon zur Genüge diskutiert worden. Ich habe mich weder für die CD (außer vielleicht 'arme kleine deutsche') noch für Realpolitik bisher wirklich erwärmen können, und ich finde den Versuch, diese 'Neue Deutsche Popnation' in einer historischen und theoretischen Perspektive zu erklären gar nicht so blöd. Das ganze interessiert mich schlicht nicht als politisches Projekt, es taugt eindeutig nicht für irgendwelche Freund-Feind-Zuschreibungen, es ist viel zu platt und deutsch. Wer das als den Versuch einer alternativen Wir-Konstruktion versteht muss es schrecklich finden. Mir erscheint ICRID eher durch die Hasstiraden, die es sonst so harmlosen netten Menschen entlocken konnte, gerechtfertigt.

Es geht um negative Bestimmungen, nicht um positive.

Die neue Testcard? - Nun, ich bin noch unschlüssig. Vielleicht kommt die Tage noch mehr dazu. Möglicherweise interessiere ich mich einfach zu wenig auf diesem Level für 'Medientheorien'.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Inwieweit das Projekt als solches schon Schmarrn ist oder nicht, ist ja schon zur Genüge diskutiert worden. Ich habe mich weder für die CD (außer vielleicht &#8216;arme kleine deutsche&#8217;) noch für Realpolitik bisher wirklich erwärmen können, und ich finde den Versuch, diese &#8216;Neue Deutsche Popnation&#8217; in einer historischen und theoretischen Perspektive zu erklären gar nicht so blöd. Das ganze interessiert mich schlicht nicht als politisches Projekt, es taugt eindeutig nicht für irgendwelche Freund-Feind-Zuschreibungen, es ist viel zu platt und deutsch. Wer das als den Versuch einer alternativen Wir-Konstruktion versteht muss es schrecklich finden. Mir erscheint ICRID eher durch die Hasstiraden, die es sonst so harmlosen netten Menschen entlocken konnte, gerechtfertigt.</p>
<p>Es geht um negative Bestimmungen, nicht um positive.</p>
<p>Die neue Testcard? - Nun, ich bin noch unschlüssig. Vielleicht kommt die Tage noch mehr dazu. Möglicherweise interessiere ich mich einfach zu wenig auf diesem Level für &#8216;Medientheorien&#8217;.</p>
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		<title>By: And</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-293</link>
		<author>And</author>
		<pubDate>Sat, 06 May 2006 14:03:41 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-293</guid>
					<description>"Migranten [...] treten schließelich auch bei ICRID nicht besonders in den Vordergrund"

Jacob setzte dem ja hinzu, auf dem "Ariersampler" würde „auf jeden Fall deutsch gesprochen“, was ein einfaches Anhören widerlegt hätte. Natürlich war jener Satz polemisch gemeint, deswegen sei auch auf das dahinter stehende Argument eingegangen, nämlich dass sich der „antinationale Kulturnationalismus“ des Samplers vor allem durch das Fehlen einer migrantischen Beteiligung auszeichnet. Nicht dass uns die Kritik dahingehend überrascht und natürlich wurde schon zu Beginn diesbezüglich innerhalb des Vorbereitungskreises heftig diskutiert. Das Problem bestand zum einen darin, Gruppen bzw. KünstlerInnen zu finden. An Anfragen hat es insgesamt dabei nicht gemangelt! An Bushido oder Xavier Naidoo weden besagte Kritikerinnen hoffentlich dabei nicht gedacht haben...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Migranten [&#8230;] treten schließelich auch bei ICRID nicht besonders in den Vordergrund&#8221;</p>
<p>Jacob setzte dem ja hinzu, auf dem &#8220;Ariersampler&#8221; würde „auf jeden Fall deutsch gesprochen“, was ein einfaches Anhören widerlegt hätte. Natürlich war jener Satz polemisch gemeint, deswegen sei auch auf das dahinter stehende Argument eingegangen, nämlich dass sich der „antinationale Kulturnationalismus“ des Samplers vor allem durch das Fehlen einer migrantischen Beteiligung auszeichnet. Nicht dass uns die Kritik dahingehend überrascht und natürlich wurde schon zu Beginn diesbezüglich innerhalb des Vorbereitungskreises heftig diskutiert. Das Problem bestand zum einen darin, Gruppen bzw. KünstlerInnen zu finden. An Anfragen hat es insgesamt dabei nicht gemangelt! An Bushido oder Xavier Naidoo weden besagte Kritikerinnen hoffentlich dabei nicht gedacht haben&#8230;</p>
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		<title>By: kubia</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-296</link>
		<author>kubia</author>
		<pubDate>Sat, 06 May 2006 23:59:04 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-296</guid>
					<description>Ne, glaube nicht, dass jemand an die beiden gedacht hat. Mich persönlich hat z.B. das Fehlen von Microphone Mafia überrascht. Inwieweit das jetzt nationalistisch ist, dazu will ich mich gar nicht äußern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ne, glaube nicht, dass jemand an die beiden gedacht hat. Mich persönlich hat z.B. das Fehlen von Microphone Mafia überrascht. Inwieweit das jetzt nationalistisch ist, dazu will ich mich gar nicht äußern.</p>
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		<title>By: Andie AmO.K.</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-1088</link>
		<author>Andie AmO.K.</author>
		<pubDate>Sun, 06 Aug 2006 11:53:17 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-1088</guid>
					<description>du schreibst Graffitti (Street Art) sei "von Werbung gar nicht so grundsätzlich verschieden." Es gibt jedoch einen entscheidenden unterschied: Werbung verweisst auf ein Produkt das gekauft werden soll. Sie verweist damit immer auf den abstrakten Tausch und die Warenförmigkeit der Gesellschaft selbst. Das Graffitti-Crews ihren Status erhöhn wolln ist wohl richtig und gehört zur Battle-Kultur im Hiphop. Dennoch verweist das tag immer nur auf eine anonymisierte Identität und entzieht sich der Verwertung. Es greift sogar die Eigentumsverhältnisse im urbanen ("öffentlichen") Raum an. Werbung hingegen steht gerade für solche Eigentumsverhältnisse, müssen Werbeflächen doch teuer gemietet werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>du schreibst Graffitti (Street Art) sei &#8220;von Werbung gar nicht so grundsätzlich verschieden.&#8221; Es gibt jedoch einen entscheidenden unterschied: Werbung verweisst auf ein Produkt das gekauft werden soll. Sie verweist damit immer auf den abstrakten Tausch und die Warenförmigkeit der Gesellschaft selbst. Das Graffitti-Crews ihren Status erhöhn wolln ist wohl richtig und gehört zur Battle-Kultur im Hiphop. Dennoch verweist das tag immer nur auf eine anonymisierte Identität und entzieht sich der Verwertung. Es greift sogar die Eigentumsverhältnisse im urbanen (&#8221;öffentlichen&#8221;) Raum an. Werbung hingegen steht gerade für solche Eigentumsverhältnisse, müssen Werbeflächen doch teuer gemietet werden.</p>
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		<title>By: scrupeda</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-2132</link>
		<author>scrupeda</author>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2006 23:02:16 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/05/03/kulturindustrie-1-marcuse-und-das-entspannen-in-deutschland/#comment-2132</guid>
					<description>Frei nach Adorno: Street Art macht eben, wie die meiste Kunst auch als nicht konkret kommerzielle Werbung. Nur eben für die gegenwärtige Realität, und nicht für ein spezifisches Produkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Frei nach Adorno: Street Art macht eben, wie die meiste Kunst auch als nicht konkret kommerzielle Werbung. Nur eben für die gegenwärtige Realität, und nicht für ein spezifisches Produkt.</p>
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