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	<title>Comments on: Eine runde Mitleid für die Tonträgerhersteller</title>
	<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/10/11/eine-runde-mitleid-fur-die-tontragerhersteller/</link>
	<description>Buchstabenkannibalismus</description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 03:14:14 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>By: l f o</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/10/11/eine-runde-mitleid-fur-die-tontragerhersteller/#comment-2534</link>
		<author>l f o</author>
		<pubDate>Wed, 11 Oct 2006 23:09:08 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/10/11/eine-runde-mitleid-fur-die-tontragerhersteller/#comment-2534</guid>
					<description>Anknüpfend daran, möglicherweise jedoch etwas völlig anderes: Heute mittag kam mir der Gedanke, ob es möglich sei an Statistiken über gepresste Schallplatten heranzukommen (in Dland muss jeder Tonträger bei der GEMA angemeldet werden mit Angabe der Stückzahl) um herauszufinden, wie groß der non-Charts Markt von Musik wirklich ist. 
Dazu fällt mir gerade ein: etliche Artists müssten wohl ihre goldenen Schallplatten zurückgeben, würden diese nach real an den Endverbraucher verkauften Schallplatten vergeben. 
Gedanke 2 des Nachmittags: Nach Allen J. Scott war es eine historische Phase, in der US-Konzerne der Kulturindustrie dominierten. Heute wäre die Produzentenstruktur pluralisiert und die Produktpalette differenziert, das würde dem postfordistischen Akkumulationsmodell entsprechen. Natürlich sehe ich auch, dass es die unmöglichste Musik gibt, nur gab es die vorher nicht auch schon?  
Außerdem eben die Radioquote. Doch wo beginnt die Nationalisierung von Pop? Das führt jetzt gerade aber woanders hin. 
Interessant wären nach Land getrennt die unterschiedlichen Argumente der Musikindustrie: wie wurde in den USA der 80er Jahre über Leerkassetten gejammert?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Anknüpfend daran, möglicherweise jedoch etwas völlig anderes: Heute mittag kam mir der Gedanke, ob es möglich sei an Statistiken über gepresste Schallplatten heranzukommen (in Dland muss jeder Tonträger bei der GEMA angemeldet werden mit Angabe der Stückzahl) um herauszufinden, wie groß der non-Charts Markt von Musik wirklich ist.<br />
Dazu fällt mir gerade ein: etliche Artists müssten wohl ihre goldenen Schallplatten zurückgeben, würden diese nach real an den Endverbraucher verkauften Schallplatten vergeben.<br />
Gedanke 2 des Nachmittags: Nach Allen J. Scott war es eine historische Phase, in der US-Konzerne der Kulturindustrie dominierten. Heute wäre die Produzentenstruktur pluralisiert und die Produktpalette differenziert, das würde dem postfordistischen Akkumulationsmodell entsprechen. Natürlich sehe ich auch, dass es die unmöglichste Musik gibt, nur gab es die vorher nicht auch schon?<br />
Außerdem eben die Radioquote. Doch wo beginnt die Nationalisierung von Pop? Das führt jetzt gerade aber woanders hin.<br />
Interessant wären nach Land getrennt die unterschiedlichen Argumente der Musikindustrie: wie wurde in den USA der 80er Jahre über Leerkassetten gejammert?</p>
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	<item>
		<title>By: bigmouth</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/10/11/eine-runde-mitleid-fur-die-tontragerhersteller/#comment-2535</link>
		<author>bigmouth</author>
		<pubDate>Wed, 11 Oct 2006 23:33:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/10/11/eine-runde-mitleid-fur-die-tontragerhersteller/#comment-2535</guid>
					<description>zu MCs fällt mir betrunken und müde nur ein, dass im nischenmarkt Heavy Metal gerade in den USA diese auch gerade in den USA das absolute dominanzmedium gewesen sein muss - weil die typischen adoslzenten hörer ihre musik vA in ihren ersten echten eigenen vier wänden konsumierten - ihrem AUTO. dh, bespielte MCs korrelieren nicht nur mit niedrigpreis, sondern auch mit spezifischer hörgewohnheit.

technisch gesehen sind LPs aber schon cooler als MCs - letztere nudelt man doch deutlich fixer ab, kein track skipping usw. "chlussfolgerungen über die Aufgeklärtheit" fallen mir keine ein</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>zu MCs fällt mir betrunken und müde nur ein, dass im nischenmarkt Heavy Metal gerade in den USA diese auch gerade in den USA das absolute dominanzmedium gewesen sein muss - weil die typischen adoslzenten hörer ihre musik vA in ihren ersten echten eigenen vier wänden konsumierten - ihrem AUTO. dh, bespielte MCs korrelieren nicht nur mit niedrigpreis, sondern auch mit spezifischer hörgewohnheit.</p>
<p>technisch gesehen sind LPs aber schon cooler als MCs - letztere nudelt man doch deutlich fixer ab, kein track skipping usw. &#8220;chlussfolgerungen über die Aufgeklärtheit&#8221; fallen mir keine ein</p>
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		<title>By: scrupeda</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/10/11/eine-runde-mitleid-fur-die-tontragerhersteller/#comment-2553</link>
		<author>scrupeda</author>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2006 07:00:55 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/10/11/eine-runde-mitleid-fur-die-tontragerhersteller/#comment-2553</guid>
					<description>@LFO: Die Zahlen findest du bei der phonographischen Industrie, die GEMA ist an der Stelle nutzlos, weil die die Zahlen zwar haben, aber aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht weitergeben dürfen. Wobei meines Wissens nach immernoch 80-90% des Musikmarktes von den drei vier fünf zentralen Konzernen bedient werden, auch wenn es diese Pluralisierung eindeutig gibt. Auch das müsste man sich vielleicht nochmal zahlenmäßig genauer anschauen, auch in Bezug darauf, wie viele 'Indies' von den großen geschluckt wurden bzw. diesen schlicht das Risiko der Entdeckung &#038; Entwicklung neuer Künstler abnehmen. Und ja, Mist gab es schon immer. Schau auf eine deutsche Hitparade aus den 1960ern, und es packt dich das kalte Grauen (mein Vater erschauert heute noch bei dem Gedanken). 
.&lt;br /&gt;
In den USA wurde aber schon sehr ähnlich gejammert, allerdings eben auch erst nachdem die Musikindustrie Ende der 1970er in ihre erste Krise/stagnative Phase nach dem Zweiten Weltkrieg eingetreten war. Und dort galt die GEMA als Vorbild für die Gesetzgebung, die sich die RIAA und andere gewünscht hätten, aber erst in Bezug auf digitale Medien durchsetzen konnten. Teilweise versuchte die Plattenindustrie auch (allerdings vergeblich) den Radiosendern das ununterbrochene Senden ganzer Alben zum Mitschneiden auszutreiben. 
.&lt;br /&gt;
@bigmouth: Was soll denn das heißen, 'technisch gesehen'? Natürlich hast du Recht was Haltbarkeit etc. angeht, aber immerhin zerkratzt ein Tape nicht und eine LP kann man schlicht nicht mal eben privat kopieren. Ich schreibe gerade ne Technikgeschichte-HA über Tonband/Kassetten, wenn die fertig ist kommt sie auch hier rein und da geht es eben auch darum, wann was welche technischen Eigenschaften hatte und warum woran wann weiterentwickelt wurde und so. Und ich muss sagen: ich finde die Frage sehr knifflig. Ein Tape will ja gar keine Schallplatte sein, sondern klein und im Auto abspielbar...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@LFO: Die Zahlen findest du bei der phonographischen Industrie, die GEMA ist an der Stelle nutzlos, weil die die Zahlen zwar haben, aber aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht weitergeben dürfen. Wobei meines Wissens nach immernoch 80-90% des Musikmarktes von den drei vier fünf zentralen Konzernen bedient werden, auch wenn es diese Pluralisierung eindeutig gibt. Auch das müsste man sich vielleicht nochmal zahlenmäßig genauer anschauen, auch in Bezug darauf, wie viele &#8216;Indies&#8217; von den großen geschluckt wurden bzw. diesen schlicht das Risiko der Entdeckung &#038; Entwicklung neuer Künstler abnehmen. Und ja, Mist gab es schon immer. Schau auf eine deutsche Hitparade aus den 1960ern, und es packt dich das kalte Grauen (mein Vater erschauert heute noch bei dem Gedanken).<br />
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In den USA wurde aber schon sehr ähnlich gejammert, allerdings eben auch erst nachdem die Musikindustrie Ende der 1970er in ihre erste Krise/stagnative Phase nach dem Zweiten Weltkrieg eingetreten war. Und dort galt die GEMA als Vorbild für die Gesetzgebung, die sich die RIAA und andere gewünscht hätten, aber erst in Bezug auf digitale Medien durchsetzen konnten. Teilweise versuchte die Plattenindustrie auch (allerdings vergeblich) den Radiosendern das ununterbrochene Senden ganzer Alben zum Mitschneiden auszutreiben.<br />
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@bigmouth: Was soll denn das heißen, &#8216;technisch gesehen&#8217;? Natürlich hast du Recht was Haltbarkeit etc. angeht, aber immerhin zerkratzt ein Tape nicht und eine LP kann man schlicht nicht mal eben privat kopieren. Ich schreibe gerade ne Technikgeschichte-HA über Tonband/Kassetten, wenn die fertig ist kommt sie auch hier rein und da geht es eben auch darum, wann was welche technischen Eigenschaften hatte und warum woran wann weiterentwickelt wurde und so. Und ich muss sagen: ich finde die Frage sehr knifflig. Ein Tape will ja gar keine Schallplatte sein, sondern klein und im Auto abspielbar&#8230;</p>
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		<title>By: scrupeda</title>
		<link>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/10/11/eine-runde-mitleid-fur-die-tontragerhersteller/#comment-2573</link>
		<author>scrupeda</author>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2006 15:46:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/10/11/eine-runde-mitleid-fur-die-tontragerhersteller/#comment-2573</guid>
					<description>Wirklich belustigend ist natürlich auch, wie sehr sich die Formulierungen gleichen. So wie damals die Kassetten einen Großteil des Wachstums trugen, gleichzeitig aber die Bösewicht waren, verkündet die IFPI &lt;a href="http://www.ifpi.org/site-content/press/20061012.html" rel="nofollow" rel="nofollow"&gt; heute&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;



&lt;blockquote&gt;The explosion in digital music services, spurred by consumer demand and a widening array of delivery channels, has seen online and mobile music sales grow from $US134 million in the first half of 2004 to US$945 million in the first half of 2006.&lt;/blockquote&gt;



Aber: 



&lt;blockquote&gt;Piracy and competition for consumer spending contributed to the first half fall.&lt;/blockquote&gt;

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wirklich belustigend ist natürlich auch, wie sehr sich die Formulierungen gleichen. So wie damals die Kassetten einen Großteil des Wachstums trugen, gleichzeitig aber die Bösewicht waren, verkündet die IFPI <a href="http://www.ifpi.org/site-content/press/20061012.html" rel="nofollow" rel="nofollow"> heute</a>:</p>
<blockquote><p>The explosion in digital music services, spurred by consumer demand and a widening array of delivery channels, has seen online and mobile music sales grow from $US134 million in the first half of 2004 to US$945 million in the first half of 2006.</p></blockquote>
<p>Aber: </p>
<blockquote><p>Piracy and competition for consumer spending contributed to the first half fall.</p></blockquote>
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