{"id":106,"date":"2006-09-11T23:19:15","date_gmt":"2006-09-11T21:19:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/2006\/09\/11\/funf-jahre-nach-den-anschlagen-vom-11-september-2001-wissen-die-deutschen-echt-bescheid\/"},"modified":"2006-09-12T18:57:53","modified_gmt":"2006-09-12T16:57:53","slug":"funf-jahre-nach-den-anschlagen-vom-11-september-2001-wissen-die-deutschen-echt-bescheid","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/2006\/09\/11\/funf-jahre-nach-den-anschlagen-vom-11-september-2001-wissen-die-deutschen-echt-bescheid\/","title":{"rendered":"&#8216;F\u00fcnf Jahre nach den Anschl\u00e4gen vom 11. September 2001&#8217;"},"content":{"rendered":"<p>Heute waren <strong>Mathias Br\u00f6ckers<\/strong>, <strong>Prof.Ulrike Freitag<\/strong>, <strong>Yassin Musharbash<\/strong> und <strong>Karsten Voigt<\/strong> in die <a href=\"http:\/\/www.urania-berlin.de\/veranstaltung\/2006\/H212\">Urania <\/a> geladen, um sich mit folgenden Fragen zu besch\u00e4ftigen:<\/p>\n<blockquote><p>So unglaublich die Anschl\u00e4ge mit entf\u00fchrten Verkehrsflugzeugen auf das World Trade Center, das Pentagon und andere Ziele in den USA am 11. September 2001 waren, so unplausibel waren die schnell pr\u00e4sentierten Erkl\u00e4rungen, durch wen und wie den gr\u00f6\u00dfte Terrorakt nach dem Zweiten Weltkrieg begangen worden ist. Gibt es f\u00fcnf Jahre nach dem Anschlag gesicherte Erkenntnisse? Was ist aus dem sogenannten Terrornetzwerk Al Quaida geworden? Wie hat sich die Lage in den arabischen L\u00e4ndern nach den Kriegen gegen Afghanistan und den Irak entwickelt? Und wie soll sich die Bundesrepublik in diesen vielschichtigen internationalen Konflikten verhalten?<\/p><\/blockquote>\n<p>Obwohl die Veranstaltung also eigentlich schon tendenzi\u00f6s genug angek\u00fcndigt wurde, ging es eigentlich nur um die letzten drei Fragen. Die Ablehnung der Bush-Administration war Konsens, was aber z.B. <strong>Voigt<\/strong> nicht davon abhielt, in Bezug auf den Zustand der <strong>Rechtsstaatlichkeit<\/strong> in den USA und den Vergleich zur BRD des Hei\u00dfen Herbstes, zu verk\u00fcnden, er wolle es erstmal sehen, dass deutsche Minister unter einer \u00e4hnlichen terroristischen Bedrohung so sehr die Freiheit hochhalten, wie das in den USA gerade geschehe, und deutsche Ministerpr\u00e4sidenten in einer entsprechenden Situation die deutsche Regierung ebenso daran ermahnen w\u00fcrden, wie sie es gegenw\u00e4rtig gegen\u00fcber den USA tun. <!--more--><\/p>\n<p>Was an Inhalt kam war ganz sch\u00f6n flach, wie es in so einem zeitlichen Rahmen wohl kaum anders m\u00f6glich ist, und \u00dcberraschungen gab es eigentlich auch keine. So durfte <strong>Musharbash<\/strong> kurz den Unterschied zwischen einer oldschool klandestinen Organisation und einem <strong>Netzwerk<\/strong> erkl\u00e4ren und darauf hinweisen, dass der Islamismus mit der bezeichnung &#8216;anti-westlich&#8217; nicht wirklich korrekt bezeichnet sei, weil ihm inzwischen ja gr\u00f6\u00dftenteils Muslime zum Opfer fallen w\u00fcrden (ja, das ist ein wenig kurz gedacht). <\/p>\n<p><strong>Freitag<\/strong> berichtete, dass sich in der muslimisch gepr\u00e4gte Presse in England haupts\u00e4chlich zwei Tendenzen zeigen w\u00fcrden: die Distanzierung vom Terror ihm Tenor des &#8216;Wir sind keine Terroristen!&#8217; und ein Aufrechnen der Opferzahlen von New York mit denen aus dem Irak, Libanon(!) etc. Au\u00dferdem mache man sich in den USA sorgen um die Pressefreiheit gerade in Bezug auf &#8216;islam-freundliche \u00c4u\u00dferungen&#8217;, der Westen w\u00fcrde die &#8216;<strong>westlichen Werte<\/strong>&#8216; gerade selbst diskreditieren und man m\u00fcsse auch mit unliebsamen Regierungen verhandeln, wenn sie demokratisch gew\u00e4hlt seien. Man m\u00fcsse auch mit dem Iran ersteinmal eine l\u00e4ngere Zeit verhandeln, wenn vielleicht auch mit h\u00e4rteren Bandagen. Dabei ist Kinkels Beharren auf dem &#8216;kritischen Dialog&#8217; f\u00fcr mich schon eine Kindheitserinnerung, und ich frage mich, was &#8216;l\u00e4ngere Zeit&#8217; dann eigentlich hei\u00dfen soll. Einfach abwarten, bis es eh zu sp\u00e4t ist? <\/p>\n<p>Der <strong>Br\u00f6ckers<\/strong> wurde mit seiner &#8216;Skepsis&#8217; ordentlich eingetopft, teilweise gab gerade Voigt aber in seinen ewigen Beteuerungen, wie absurd und indiskutabel Br\u00f6ckers&#8217; Thesen seien, selbst eine minder gute Figur ab. Dabei war es auch gar nicht so wichtig, was der Br\u00f6ckers selber sagte, hatte das Publikum in der <strong>Diskussion<\/strong>, die das letzte Drittel der Veranstaltung bildete, doch praktisch keine Fragen, daf\u00fcr umso mehr Belehrungen parat. Belehrungen, die oft Br\u00f6ckers&#8217; anderswo ver\u00f6ffentlichte &#8216;Fragen&#8217; etc. aufgriffen, ohne sich dabei explizit auf ihn beziehen zu m\u00fcssen. Nat\u00fcrlich ausschlie\u00dflich \u00fcber die b\u00f6sen USA, die schlimmen Neocons, und dass das alles ja gar nicht so gewesen sein k\u00f6nne (ich sach nur B\u00fcSo). <\/p>\n<p>Worauf sich Musharbash f\u00fcr einen Moment aus der Diskussion verabschiedete, da er den Eindruck bekam, das ganze arte zu einer Veranstaltung 5 Jahre <del datetime=\"2006-09-12T16:52:13+00:00\">amerikanische Terrorherrschaft oder \u00e4hnliches aus<\/del> amerikanischer Schweinestaat aus; zu dem Thema k\u00f6nne er nichts sagen, und w\u00e4re das als Veranstaltungsthema angek\u00fcndigt gewesen, sei er auch gar nicht gekommen. Voigt wies darauf hin, dass es nichts zu antworten g\u00e4be, weil es auch keine Fragen gab, sondern nur Behauptungen. Und Br\u00f6ckers verk\u00fcndete, &#8220;Bush kann ohne Bin Laden gar nicht leben.&#8221; Stand er in der Podiumsdiskussion auch recht schlecht da, war er doch der Liebling des gr\u00f6\u00dften Teils des Publikums, und bekam erschreckend h\u00e4ufig Szenenapplaus, w\u00e4hrend Musharbash und Voigt tendenziell eher Emp\u00f6rung ernteten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute waren Mathias Br\u00f6ckers, Prof.Ulrike Freitag, Yassin Musharbash und Karsten Voigt in die Urania geladen, um sich mit folgenden Fragen zu besch\u00e4ftigen: So unglaublich die Anschl\u00e4ge mit entf\u00fchrten Verkehrsflugzeugen auf das World Trade Center, das Pentagon und andere Ziele in den USA am 11. 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