{"id":178,"date":"2007-01-02T00:12:49","date_gmt":"2007-01-01T22:12:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/2007\/01\/02\/privacy-up-your-ass\/"},"modified":"2007-01-02T17:13:51","modified_gmt":"2007-01-02T15:13:51","slug":"privacy-up-your-ass","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/2007\/01\/02\/privacy-up-your-ass\/","title":{"rendered":"Privacy up your ass"},"content":{"rendered":"<h3>Der 23c3 und ich<\/h3>\n<p>Da ich mit <a href=\"http:\/\/www.classless.org\/2006\/12\/30\/23c3-bucherstand-bestseller\/\">B\u00fccherstand machen<\/a> und <a href=\"https:\/\/events.ccc.de\/congress\/2006\/Fahrplan\/events\/1563.en.html\">Vortr\u00e4ge<\/a> <a href=\"https:\/\/events.ccc.de\/congress\/2006\/Fahrplan\/events\/1452.en.html\">halten<\/a> schon gut besch\u00e4ftigt war, habe ich mir kaum Vortr\u00e4ge angeschaut, und wenig mit Menschen kommuniziert, die nicht von selbst an unseren Stand kamen. Auch Mitschnitte habe ich mir noch nicht angeschaut. Ich k\u00f6nnte mich also in (fast) allem irren. Anyway:<\/p>\n<p>Tim Pritloves sachliche <a href=\"http:\/\/www.plomlompom.de\/futurplom\/1312\/\">Entertainment Einlage<\/a> zur Er\u00f6ffnung habe ich sehr genossen. So sehr, dass ich mich \u00fcber die merkw\u00fcrdige Wendung vom (eigentlich gro\u00dfartig <a href=\"http:\/\/events.ccc.de\/2006\/12\/03\/the-content-of-this-blog-posting-is-true\/\">Misstrauen<\/a> produzierenden) Congress-Motto &#8220;Who can you trust?&#8221; zu dem Statement, dass Vertrauen eine gro\u00dfartige Sache sei und wir mehr davon br\u00e4uchten, nicht genug gewundert habe. Erstaunt hat mich jedoch die Ank\u00fcndigung, dass ein eigenes Filmteam anwesend sei um den Kongress (auch jenseits des eigentlichen Programms) zu dokumentieren, und man denen bei ihrer Arbeit doch behilflich sein solle. Noch mehr erstaunt hat mich, dass diese Ank\u00fcndigung nicht mit Buhrufen quittiert wurde.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBei John Perry Barlows <a href=\"http:\/\/www.plomlompom.de\/futurplom\/1313\/\">Redebeitrag<\/a> war es hingegen lange fragw\u00fcrdig, ob es \u00fcberhaupt eine Pointe geben w\u00fcrde. Die, die dann kam, \u00fcberrascht mich immernoch: Ausgehend von seinen eigenen Probleme mit Identit\u00e4tsdiebstahl\/Kreditkartenbetrug und Emailspam forderte er die Anwesenden auf, ihre Mithacker besser zu \u00fcberwachen, destruktives Verhalten nicht zu tolerieren, und sich dieser Probleme anzunehmen, die das Internet, so wie wir es kennen, bedrohten. Es lief darauf hinaus, dass die Hacker eine Art nicht-staatliche Internetpolizei bilden\/sein sollten. WTF? Es gibt Leute, die daf\u00fcr bezahlt werden, Sicherheitsl\u00fccken zu schlie\u00dfen. Viele davon m\u00f6gen auch Hacker sein &#8211; aber wenn es \u00fcberhaupt eine sicherheitstechnische Funktion von Hackern gibt, dann eben die, diese bezahlten Sicherheitsfachleute durch das Aufsp\u00fcren von Sicherheitsl\u00fccken auf Trab zu halten. Anders ausgedr\u00fcckt: Wenn jemand in Thailand auf Barlows Kreditkarte im Wert von 20 000 $ einkauft, ist das nicht ein Problem, das Hacker l\u00f6sen sollten, sondern in dem Fall eben American Express. <\/p>\n<p>\u00dcber Lawrence Lessigs <a href=\"https:\/\/events.ccc.de\/congress\/2006\/Fahrplan\/events\/1760.en.html\">Vortrag<\/a> h\u00f6rte ich nur ger\u00fcchteweise, dass er inzwischen dazu aufrufe, dass diejenigen, die im Gegensatz zu ihm das Urheberrecht nicht nur reformieren, sondern g\u00e4nzlich abschaffen wollen, diese Differenzen zwecks Bek\u00e4mpfung des gemeinsamen Feindes doch erstmal zur\u00fcck stecken sollten. Dar\u00fcber k\u00f6nne man sp\u00e4ter immernoch diskutieren. Wer&#8217;s glaubt.<\/p>\n<p>Die \u00dcberschrift habe ich aber haupts\u00e4chlich wegen einer sehr unerfreulichen Episode gew\u00e4hlt, bei der ich gerade noch unsicher bin, wie ich reagieren soll: Zwischendurch filmte ein Kamerateam ein Interview schr\u00e4g vor unserem Stand. Wir hatten den Eindruck, im Hintergrund auch im Bild zu sein, und protestierten. Sie behaupteten, sie w\u00fcrden uns gar nicht Filmen, und das sei mit der Congress-Orga abgesprochen. Classless betonte, dass wir auf jeden Fall darauf bestehen, gefragt zu werden bevor wir gefilmt werden, und sie waren damit einverstanden. Eigentlich ist das eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, aber soweit keine wirklich \u00fcberraschende Vorgehensweise von seiten der ARD. <\/p>\n<p>Nur, ich bin drauf. <del datetime=\"2007-01-02T15:12:25+00:00\"><a href=\"https:\/\/erdgeist.org\/archive\/erdgeist\/23c3_ARD-Nachtmagazin_06.12.27.mp4\">Hier (.mp4)<\/a> k\u00f6nn&#8217;se<\/del> konnten sie selber gucken und Sch\u00e4tzungen anstellen, wie viele der gefilmten Personen wohl damit einverstanden waren. Icke ist die junge Frau, die zwischendurch links im Hintergrund zu sehen ist (ab 2:13). In meinem Fall ist das nicht besonders tragisch &#8211; dass ich auf dem 23c3 war, ist schon allein dadurch ersichtlich, dass ich als Rednerin im Programm stehe. Ich tue auch nichts strafverfolgungsrelevantes und nichts, das mich sonstwie in Verlegenheit bringen k\u00f6nnte. Das ist an dieser Stelle aber reiner Zufall. Fakt ist, dass ich nicht damit einverstanden war, dass dagegen Einspruch erhoben wurde, gefilmt zu werden, uns versichert wurde, wir seien nicht im Bild &#8211; und ich bin im Bild. Spekulieren kann ich nur dar\u00fcber, wie viel deutlicher ich bei der h\u00f6heren Aufl\u00f6sung der Sendung im Fernsehen erkennbar bin, und ob es nicht durchaus m\u00f6glich ist, den Sound so zu filtern, dass das, was ich sage, und was jetzt noch im Hintergrundrauschen unter geht, durchaus verst\u00e4ndlich wird. <\/p>\n<p>Who can you trust? Auf jeden Fall nicht ARD-Filmleuten.<br \/>\nDas Problem ist zur Zeit wohl eher zu viel als zu wenig Vertrauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 23c3 und ich Da ich mit B\u00fccherstand machen und Vortr\u00e4ge halten schon gut besch\u00e4ftigt war, habe ich mir kaum Vortr\u00e4ge angeschaut, und wenig mit Menschen kommuniziert, die nicht von selbst an unseren Stand kamen. Auch Mitschnitte habe ich mir noch nicht angeschaut. 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