{"id":78,"date":"2006-07-26T21:01:13","date_gmt":"2006-07-26T20:01:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/2006\/07\/26\/kein-unbehagen-am-system\/"},"modified":"2006-07-30T18:30:30","modified_gmt":"2006-07-30T17:30:30","slug":"kein-unbehagen-am-system","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/2006\/07\/26\/kein-unbehagen-am-system\/","title":{"rendered":"Kein Unbehagen am System"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zur <a href=\"http:\/\/www.fdog.org\/blog\/1253\">Kritik der Kritischen Theorie<\/a>, einer Veranstaltung der Freunde der offenen Gesellschaft am 25.07.2006<\/strong><\/p>\n<p>Ich empfehle die Doppellekt\u00fcre mit <a href=\"http:\/\/myblog.de\/classless\/art\/4071080\/Freunde_der_offenen_Gesellschaft_vs_Kritische_Theorie\">Classless<\/a> Text &#8211; ich habe vielleicht nicht mehr, aber auf jeden Fall anders mitgeschrieben. <\/p>\n<p>Die Positivisten der FdgO machten sich die M\u00fche, aus Adornos Schriften positive Aussagen zu extrahieren, und Eindeutigkeiten herzustellen, wo keine sind. Nat\u00fcrlich findet man auf diese Weise viel Schreckliches, besonders wenn man Dialektik als &#8220;totalen Quatsch&#8221; begreift, und die entsprechenden Wendungen bei Adorno einfach wegfallen l\u00e4st. Um einmal in den Kritische Theorie-Baukasten zu greifen: Das aber ist ein Unterschied ums Ganze. Hat man ihn einmal so zurecht gestutzt und misst ihn an den Kriterien der positivistischen Wissenschaft, die seine Schriften gar nicht erf\u00fcllen wollen, ist es ein leichtes, die Ergebnisse dieses Prozesses in Grund und Boden zu kritisieren. Es ist keine Kunst, ein Ziel zu treffen, das man sich selbst gerade erst gebaut hat. Erst wenn man unterschl\u00e4gt, dass Adorno die per Definitionem <em>eine<\/em> Totalit\u00e4t der kapitalistischen Vergesellschaftung explizit als Ausgangspunkt seiner \u00dcberlegungen nimmt, ergibt es Sinn, ihn daf\u00fcr zu kritisieren, dass er immer wieder auf sie zur\u00fcck kommt, und nur, wenn man nicht wei\u00df, was der Begriff des &#8216;Materials&#8217; bei ihm bedeutet, kann man seine Dankbarkeit f\u00fcr die Empirie in den USA als Revision begreifen. Der gesamte Beitrag von Silke Tempel krankte daran, dass sie Widerspr\u00fcche sah, wo man von der Dialektik sprechen m\u00fcsste. Und die Dialektik wiederum l\u00e4sst sich ohne Probleme vom Tisch wischen, wenn man sie auf Steine und B\u00e4ume bezieht, und nicht auf gesellschaftliche Vorg\u00e4nge. <\/p>\n<p>Wenn also der Vorwurf an Adorno lautet, er habe es sich in der kindischen Utopie, die man ihm gerade selbst in den Mund gelegt hat, zu einfach gemacht, so kann man feststellen, das die Vertreter der FdgO anscheinend Widerspr\u00fcche, Uneindeutigkeiten und Dialektik schlicht nicht ertragen. Es ist sehr bedauerlich, wie in diesem ganzen Wust kein Platz f\u00fcr eine Kritik war, die ihren Gegenstand halbwegs ernst nimmt. Man h\u00e4tte sich die ganze Veranstaltung mit der Feststellung der unterschiedlichen Pr\u00e4missen und deren Unvereinbarkeit sparen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Im folgenden habe ich m\u00f6glichst knapp meine Notizen wiedergegeben, gr\u00f6\u00dftenteils zu ganzen S\u00e4tzen ausgewalzt. Ich gehe nicht darauf ein, was ich von den einzelnen Aussagen jeweils halte &#8211; vielleicht findet sich sp\u00e4ter noch etwas in den Kommentaren. <!--more--><\/p>\n<h3>Ingo Way:<\/h3>\n<ul>\n<li>Er vertrete einen <strong>&#8216;anarchistischen Radikalindividualismus&#8217;<\/strong>.<\/li>\n<li>Er sei <strong>gegen Gesellschaft<\/strong> als solche.<\/li>\n<li>Er habe einen absoluten <strong>Freiheitsbegriff<\/strong>, keinen politischen, statt dessen sei ihm das individuelle Gl\u00fcck Ma\u00df der Freiheit, und die Gesellschaft solle das h\u00f6chste Gl\u00fcck f\u00fcr jeden einzelnen garantieren.<\/li>\n<li>Er habe Entfremdung als <strong>Bedingung der Freiheit<\/strong> nicht erkannt.<\/li>\n<li><strong>Utopie<\/strong> sei f\u00fcr ihn R\u00fcckkehr zur Kindheit.<\/li>\n<li>Er habe <strong>Kants kategorischen Imperativ<\/strong> missverstanden und meine, dass Menschen nicht nur immer auch als Zweck, sondern ausschlie\u00dflich als Zweck behandelt werden d\u00fcrften. Weil das in der auf Eigennutz gegr\u00fcndeten kapitalistischen Gesellschaft nat\u00fcrlich nicht der Fall sei, m\u00fcsse sie falsch sein. Statt auf Eigennutz wolle Adorno die Gesellschaft auf Liebe gr\u00fcnden. Aber: Liebe gibt es ja schon, und zwar im Privaten, wo sie auch hingeh\u00f6rt.<\/li>\n<li>Die <strong>Zentrale Frage<\/strong> sei: Hat die kritische Theorie die Verwestlichung Deutschlands nach 1945 tats\u00e4chlich unterst\u00fctzt oder war sie dieser nicht vielmehr ein Hindernis?<\/li>\n<li>Die auf der These vom Monopolkapitalismus fu\u00dfende<strong> Faschismustheorie<\/strong> sei widerlegt, weil die westlichen Gesellschaften sich seit dem eben nicht zum Faschismus entwickelt haben.<\/li>\n<li>Die Verteidigung von Adornos also offensichtlich unbegr\u00fcndeter <strong>Negativit\u00e4t<\/strong> als im Angesicht von Auschwitz verst\u00e4ndlich ist unzul\u00e4ssig, weil seine Philosophie nach eigenen Angaben 1930 bereits &#8216;fertig&#8217; war.<\/li>\n<li>Adorno habe von Lukac seine <strong>regressive Entfremdungstheorie<\/strong>, die darauf abziele, die industrielle Arbeitsteilung abzuschaffen.<\/li>\n<li>Die Kritische Theorie sei zumindest latent <strong>antiamerikanisch<\/strong> und sehe Deutschlands R\u00fcckst\u00e4ndigkeit als &#8216;Bollwerk&#8217; [gegen?]; Adorno als deutsch-romantischer Philosoph.<\/li>\n<li>Er komme <strong>immer zum selben Schluss<\/strong>, n\u00e4mlich das das Kapitalverh\u00e4ltnis Schuld sei, obwohl er doch vorgebe, das Besondere retten zu wollen.<\/li>\n<li>Sein Stil sei pr\u00e4gend f\u00fcr die deutschen Geisteswissenschaften bis heute (meint: die Akzeptanz von unverst\u00e4ndlichem <strong>Rumgeschwalle<\/strong>) und habe u.a. der Beliebtheit von Negri\/Hardt den Boden bereitet.<\/li>\n<li>Allerdings g\u00e4be es <strong>&#8216;zwei Adornos&#8217;<\/strong>, weil er ja doch Antisemitismus, Antiamerikanismus und v\u00f6lkisches Denken kritisiert habe.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Michael Holmes \u00fcber &#8216;Psychologie von Adornos Denken, nicht seiner Person&#8217;:<\/h3>\n<ul>\n<li>Adorno bringe &#8216;<strong>keine wissenschaftlichen Fakten&#8217;<\/strong>, keine wissenschaftliche Argumentation, und rede sich damit heraus, dass doch alles empirisch verb\u00fcrgt sei.<\/li>\n<li>Es sei <strong>unlogisch<\/strong>, dass er etwas gegen die Abstraktion des Wertes habe, aber nicht gegen andere abstrakte\/geistige\/unk\u00f6rperliche Gebilde wie Mathematik, Gedanken ganz allgemein.<\/li>\n<li>Die Kritische Theorie meine, weil dem Kapital der Einzelne egal sei, k\u00f6nne es ihm auch nichts Gutes tun. Aber ihre Kritik des <strong>kapitalistischen Reichtums<\/strong> k\u00f6nne sowohl quantitativ als auch qualitativ widerlegt werden:\n<ol>\n<li><strong>Quantitativ<\/strong>, da die Korrelation von freier Marktwirtschaft und Wirtschaftswachstum eindeutig nachgewiesen werden k\u00f6nne. Weil es au\u00dferdem nie eine Gesellschaft ohne Ungleichheit gab, sollte man sich von diesem Schreckgespenst verabschieden und sich der Frage zuwenden, welche Art von Ungleichheit am meisten positives bewirke. Auch den Armen komme weniger Regulation zu gute. Daf\u00fcr interessiere sich die Kritische Theorie aber nicht, sondern sie jammere auf hunderten von Seiten \u00fcber die Alltagsprobleme in kapitalistischen Gesellschaften, statt auch nur ein Wort \u00fcber den Hunger in der Welt zu verlieren, wie es einer wirklich kritischen Theorie doch eigentlich anst\u00fcnde.<\/li>\n<li><strong>Qualitativ<\/strong>, weil Produzenten in der freien Marktwirtschaft inh\u00e4rent nach der Verbesserung ihrer Produkte und der Befriedigung der Bed\u00fcrfnisse ihrer Kunden (also uns aller) streben m\u00fcssten. Kapitalismus sei die pr\u00e4ziseste und bestm\u00f6gliche Bed\u00fcrfnisbefriedigung aller.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>Die Kritik der Kritischen Theorie an der Auswirkungen des Kapitalismus auf die <strong>Psyche der Produzenten<\/strong> habe nat\u00fcrlich eine gewisse Basis, ihre Arbeit macht vielen Leuten nicht Spa\u00df, besch\u00e4digt die sozialen Beziehungen, wir kennen alle Beispiele von Menschen, die so viel arbeiten, dass sie ihren Konsum gar nicht mehr richtig genie\u00dfen k\u00f6nnen etc., aber: Was sei daran denn spezifisch kapitalistisch? Und auch hier habe Adorno &#8216;im ersten Semester VWL nicht aufgepasst&#8217;, weil er sonst w\u00fcsste, dass im Kapitalismus Arbeit immer so angenehm sei wie eben m\u00f6glich und die Arbeitszeit best\u00e4ndig sinke, weil schlie\u00dflich auch Unternehmern klar sei, dass ihnen erholte, motivierte Arbeiter mehr bringen.<\/li>\n<li>Die Kritik der Kritischen Theorie and den Wirkungen des Kapitalismus auf die <strong>Gesamtgesellschaft<\/strong>, bezogen auf Ph\u00e4nomene wie Antisemitismus, Rassismus, Sexismus etc. sei\n<ol>\n<li><strong>haneb\u00fcchen<\/strong>, weil Adorno die Situation jeder Person, die allgemeinem Recht unterworfen ist, also dem Recht, vor dem alle gleich sind, und es eben nicht um den spezifischen Einzelnen geht, mit der Situation eines Insassen von Auschwitz gleichsetze, wo diese Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber dem individuellen Leben exekutiert w\u00fcrde. <\/li>\n<li>und <strong>falsch<\/strong>, weil sie den Nachweis des Zusammenhangs zwischen Kapitalismus und Faschismus schuldig geblieben sei; ganz im Gegenteil g\u00e4be es einen nachweislichen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher und politischer Freiheit.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>(Zwischen-)Fazit<\/strong>: &#8220;Die zentralen Thesen der Kritischen Theorie, die allerdings nirgends explizit formuliert werden, k\u00f6nnen als widerlegt gelten&#8221;.<\/li>\n<li>Die Kritische Theorie bleibe nicht bei der praktischen Besch\u00e4ftigung mit konkreten Problemen, sondern verfalle dem <strong>Gr\u00f6\u00dfenwahn<\/strong>, alles grundlegend ver\u00e4ndern zu wollen.<\/li>\n<li>Sie habe einen <strong>verschw\u00f6rungstheoretischen Charakter<\/strong>, weil alles Schlechte auf eine einzige Ursache zur\u00fcckgef\u00fchrt werde, auch wenn die Personalisierung dieser einen Ursache noch nicht statt finde und habe dieses Denken f\u00fcr Intelektuelle akzeptabel gemacht.<\/li>\n<li>Sie erlange eine <strong>&#8216;Scheinplausibilit\u00e4t&#8217;<\/strong> dadurch, dass es tats\u00e4chlich kaum m\u00f6glich sei, einen Ort auf der Erde zu finden, der von der Marktwirtschaft unber\u00fchrt sei.<\/li>\n<li>Ihr Problemanalyse<strong>baukasten<\/strong> best\u00fcnde aus: Egoismus, Kollektivismus, und f\u00fcr Argumente die aus beidem sch\u00f6pfen noch ein wenig Dialektik.<\/li>\n<li>Sie w\u00fcrde die Rede vom Subtilen und Unbewu\u00dften vieler thematisierter Vorg\u00e4nge als <strong>Totschlagargument<\/strong> gegen ihre Kritiker verwenden. (&#8220;Voil\u00e1, wir sind nicht falsifizierbar.&#8221;)<\/li>\n<li>An keiner Stelle in Adornos Werk sei von Marktwirtschaften im Plural die Rede, immer nur von <em>einer<\/em> <strong>Totalit\u00e4t<\/strong>, nicht von Totalit\u00e4ten.<\/li>\n<li>Sein <strong>Menschenbild<\/strong>, obwohl er bestreite eins zu haben, sei in seinem Glauben an die gesellschaftliche Determination und Formbarkeit des Menschen nachweislich falsch; er glaube an eine Gesellschaft, in der niemand und nichts mehr miteinander in Konflikt steht, jede einschr\u00e4nkung des Lustprinzips sei f\u00fcr ihn nicht akzeptabel (belegt durch dieses Zitat:<br \/>\n&#8220;Das Gewissen ist das Schandmaul der kapitalistischen Gesellschaft.&#8221;<\/li>\n<li>Seine Utopie sei eine Welt, die nur noch von Engeln, nicht mehr von wirklichen Menschen bev\u00f6lkert sei. Diese Utopie m\u00fcsse &#8220;im Vagen gehalten werden, um sich nicht als pubert\u00e4re <strong>Fieberphantasie<\/strong> zu entbl\u00f6\u00dfen.&#8221;<\/li>\n<li>Fazit 2: Adorno und Horkheimer h\u00e4tten sich nichts zu <strong>Schulden<\/strong> kommen lassen und alles an der Linken kritisiert, was zu kritisieren war, aber die Kritische Theorie halte von der Besch\u00e4ftigung mit den wirklichen Problemen und der Identifikation mit freier Marktwirtschaft und Menschenrechten ab. Au\u00dferdem mache sie das wirkliche Leben schlecht, weil im Vergleich zu ihrer Utopie das tats\u00e4chliche Gl\u00fcck immer armselig erscheinen m\u00fcsse.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Sylke Tempel \u00fcber einige Aufs\u00e4tze aus dem Sp\u00e4twerk:<\/h3>\n<ul>\n<li>Sie wisse nicht viel \u00fcber Adorno, aber er widerspreche sich ja h\u00e4ufig selbst. Bsp: Im Zusammenhang mit der Radiostudie habe er sich daf\u00fcr bedankt, in den USA gelernt zu haben, was <strong>Empirie<\/strong> sein k\u00f6nne &#8211; dies habe ihn wieder daran erinnert, Theoriebildung immer in Engf\u00fchrung mit dem Material zu betreiben. Sie sieht hier einen Widerspruch zu seiner Abneigung gegen klassische empirische Forschung.<\/li>\n<li>Er schreibe \u00fcber den <strong>Kapitalismus in Reinform<\/strong>, der ihm in den USA begegnet sei, und findet ihn gar nicht schlimm. Ja, Adorno \u00e4u\u00dfert sich sogar positiv \u00fcber die dortige Demokratie. Tempel: &#8220;Ich mag Adorno an dieser Stelle nicht, weil er mir aus dem Herzen spricht, sondern weil er an dieser Stelle verst\u00e4ndlich ist und nicht nach dem Baukastenprinzip schreibt.&#8221;<\/li>\n<li>Somit geht es hier mit Adorno gegen die <strong>marxistische Kapitalismuskritik<\/strong>, die ja einen st\u00e4rkeren Staat will.<\/li>\n<li>In &#8216;Erziehung nach Auschwitz&#8217; spricht er gar, &#8220;wie andere Philosophen auch \u00fcber die Ursachen von Auschwitz nachdenkend&#8221;, positiv von dem Einsatz von <strong>Massenmedien<\/strong> zu dieser Erziehung, obwohl das f\u00fcr ihn doch die b\u00f6se Kulturindustrie sein m\u00fcsste.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion meinte Frau Tempel, dass sich im Sp\u00e4twerk Ans\u00e4tze zur <strong>Revision<\/strong> finden w\u00fcrden, Adorno aber schlecht h\u00e4tte sagen k\u00f6nnen &#8220;Hello hello! I was wrong all along!&#8221;, die Frage nach der Rolle der <strong>Dialektik<\/strong> wurde von Way mit einem &#8220;Wozu soll die gut sein?&#8221; quittiert und von Holmes mit einer l\u00e4ngeren Ausf\u00fchrung, warum Dialektik &#8220;vollkommener Quatsch&#8221; sei  (es gibt nur &#8216;verschiedene Aspekte&#8217;, dazu braucht man keine Dialektik) und man mit Dialektik alles behaupten k\u00f6nne, Adorno wurde in &#8220;diese ganze <strong>Generation<\/strong>&#8221; (Mann, Brecht, J\u00fcnger) eingeordnet, die ja alle ihre Glaubenss\u00e4tze h\u00e4tten revidieren m\u00fcssen (Bsp: J\u00fcnger und die Juden), man merke in der Biographie dieser Leute das Erschrecken vor sich selbst. Dazu Holmes: Kein Erschrecken bei Adorno, da war ja nix [verwirklicht]. Way: Doch Erschrecken, weil 68er, und Tempel:&#8221;Adorno selbst beweist, wie sehr man mit der Kritik an Adorno doch Recht hat.&#8221; Weiter ging es um die Frage der <strong>Qualit\u00e4t<\/strong> des kapitalistischen Reichtums, und darum, wie gro\u00dfartig die Billiproduktion doch die Bed\u00fcrfnisse der Kunden in der dritten Welt befriedige. An dieser Stelle wurde <a href=\"http:\/\/lysis.blogsport.de\/\">Lysis<\/a> abgew\u00fcrgt, der Einwarf, dass dieses &#8216;Bed\u00fcrfnis&#8217; nach billigen Produkten doch schlicht daran liege, dass diese Menschen ihre Arbeitskraft nicht verkaufen k\u00f6nnten. Das wiederholte sich im Laufe des Abends noch mehrmals, praktisch immer mit der Begr\u00fcndung, jemand anders habe sich zuerst gemeldet, bis die Veranstaltung dann f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt wurde. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Kritik der Kritischen Theorie, einer Veranstaltung der Freunde der offenen Gesellschaft am 25.07.2006 Ich empfehle die Doppellekt\u00fcre mit Classless Text &#8211; ich habe vielleicht nicht mehr, aber auf jeden Fall anders mitgeschrieben. Die Positivisten der FdgO machten sich die M\u00fche, aus Adornos Schriften positive Aussagen zu extrahieren, und Eindeutigkeiten herzustellen, wo keine sind. 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