{"id":71,"date":"2006-06-24T13:34:51","date_gmt":"2006-06-24T12:34:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/2006\/06\/24\/the-medium-is-the-mess-2\/"},"modified":"2006-08-13T15:33:20","modified_gmt":"2006-08-13T14:33:20","slug":"the-medium-is-the-mess-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/2006\/06\/24\/the-medium-is-the-mess-2\/","title":{"rendered":"The Medium Is The Mess #2"},"content":{"rendered":"<h3>Zur Testcard#15, zweiter Teil<\/h3>\n<p><strong>Klaus Walter: Dylan on Air. Im Gespr\u00e4ch mit Greil Marcus.<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Text geht es um einige Aspekte von Pop(industrie) heute und die Bedeutung des Radios f\u00fcr Pop, kristallisiert an Bob Dylans &#8220;Like a Rolling Stone&#8221;, Eminem und den Pet Shop Boys. Marcus hat immer irgendetwas zumindest interessantes zu sagen; mein Herz schmilzt dahin wenn jemand seine schiere Begeisterung f\u00fcr Musik so gut in Worte fassen kann. Dazu noch Kunde von anderen Planeten:<\/p>\n<blockquote><p>Wann immer du das Radio eingeschaltet hast, h\u00f6rtest du etwas, worauf du nicht vorbereitet warst, etwas, das du nicht erwartet hattest.<\/p><\/blockquote>\n<p>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Martin B\u00fcsser: Sprotten im Haifischbecken. Zur Situation unabh\u00e4ngiger Plattenl\u00e4den, Mailorder und Vertriebe.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Informationen \u00fcber die Echtwelt; wie es da drau\u00dfen eigentlich aussieht. Ein wenig schade ist es um die enge Auswahl, es dreht sich haupts\u00e4chlich um: <\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.teenagewasteland.de\/\">Teenage Wasteland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/flight13.de\/\">Flight 13<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.a-musik.com\/\">a-Musik<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich h\u00e4tte mich \u00fcber einen &#8220;Indie&#8221;-Betrieb weniger und\/oder einen explizit elektronischen mehr gefreut, aber wahrscheinlich gelten letztere als sowieso nur f\u00fcr DJs relevant und fallen schon dadurch durchs Raster. Man kann vermuten, dass die Situation sich in anderen Musiksparten anders darstellt (wobei a-Musik sich auf gro\u00dfartige Art und Weise den allermeisten Klassifizierungen entzieht). Aber um dieses Fazit:<\/p>\n<blockquote><p>So lange es f\u00fcr gewisse Tontr\u00e4ger gar keine \u00d6ffentlichkeit mehr gibt und so lange gewisse Tontr\u00e4ger aufgrund fehlender \u00d6ffentlichkeit in einer Auflage erscheinen, die an dern Rand der Nichtexistenz geht, w\u00e4re es Augenwischerei, von einem Siegeszug der Nischen zu sprechen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>wirklich ziehen zu k\u00f6nnen, w\u00e4re ein etwas weiterer Blick doch angebracht gewesen. So bleibt im wesentlichen offen, was f\u00fcr Platten denn diese &#8220;gewissen&#8221; sein sollen, was bei mir wie die selbstverst\u00e4ndliche Setzung von &#8220;Charts-Mainstream&#8221; als Feind bei Thomas Venker ein ungutes Gef\u00fchl hinterl\u00e4sst. Es w\u00fcrde sich vielleicht lohnen, verschiedenen Nischen miteinander zu vergleichen, statt einfach die pers\u00f6nliche Sympathie als Auswahlkriterium zu benutzen. Wenn so ein umfassendes Fazit denn unbedingt sein muss.<\/p>\n<p><strong>Jochen Kleinhenz: Andere Zeiten, andere Labels.<\/strong><\/p>\n<p>Kleinhenz refferiert die Basics \u00fcber legale Musicdownloads, verweist auf die Geschichte des Wortes &#8220;Label&#8221; selbst (das urspr\u00fcnglich wesentlich w\u00f6rtlicher verstanden wurde, und erst sp\u00e4ter die gesamte Firma meinte), erw\u00e4hnt verschiedene individuelle Netlabels und zeichnet einige Aspekte auch der technischen Entwicklung der Popmusikindustrie der letzten 20-30 Jahre nach. F\u00fcr die meisten Netz-Menschen werden das alles keine gro\u00dfen Neuigkeiten mehr sein, f\u00fcr die da drau\u00dfen wohl schon. Aber auch hier gibt es Stellen, da kringeln sich mir die Fu\u00dfn\u00e4gel; Kleinhenz nimmt es sich z.B. wirklich und tats\u00e4chlich heraus zu behaupten, man m\u00fcsse den Pauschalisierungen der Musikindustrie in Bezug auf illegale Tauschb\u00f6rsen nicht in jedem Fall folgen (wobei der im Text erweckte Eindruck, dass das Tauschen in kostenlosen Tauschb\u00f6rsen per se illegal sei, schlicht falsch ist). Ausgerechnet die <\/p>\n<blockquote><p>abenteuerlustigeren, neugierigeren und aufgeschlosseneren Surfer suchen allerdings nach legalen Angeboten, von denen es weit mehr gibt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Da w\u00e4re mir doch fast ein LOL entwichen. Dass Aktivisten wie Lawrence Lessig f\u00fcr ein Urheberrecht k\u00e4mpfen, <\/p>\n<blockquote><p>das eben nicht auf kapitalistische Verwertungslogik, sondern auf Kreativit\u00e4t zugeschnitten ist<\/p><\/blockquote>\n<p>erscheint mir als ein recht naives Verst\u00e4ndnis eben dieser Bestrebungen: all diese Projekte versuchen weniger, die &#8220;kapitalistische Verwertungslogik&#8221; abzuschaffen oder gar aufzuheben, sondern vielmehr, die Spielregeln dieser Verwertung im Detail zu ver\u00e4ndern. Man kann das als einen Verteilungskampf zwischen K\u00fcnstlern, Plattenfirmen und H\u00f6rern verstehen. Nur dass Produkte menschlicher Arbeit, wie z.B. unter der GPL, umsonst und frei einseh-\/weiterentwickelbar abgegeben werden, hei\u00dft eben nicht, dass keine Verwertung mehr statt findet. Sie funktioniert nur anders. Der Rest des Satzes klingt wie eine  schlecht bei Lessig abgeschriebene Phrase. <\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur Musik:<\/p>\n<blockquote><p>Dass vieles musikalische Material zu gleichf\u00f6rmig daher kommt und kaum noch jemand zuschauen mag, wenn ein Laptop &#8220;live&#8221; gespielt wird, kann nicht zuletzt am derzeitigen Revival der in echter Handarbeit gespielten Instrumentenmusik (mit Gesang) abgelesen werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das vielseitige, neuartige, spannende musikalische Material der aktuell erfolgreichen Gitarrenbands. <\/p>\n<p>Sometimes I want to force Adorno down some people&#8217;s throats. Damn it.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Testcard#15, zweiter Teil Klaus Walter: Dylan on Air. Im Gespr\u00e4ch mit Greil Marcus. In diesem Text geht es um einige Aspekte von Pop(industrie) heute und die Bedeutung des Radios f\u00fcr Pop, kristallisiert an Bob Dylans &#8220;Like a Rolling Stone&#8221;, Eminem und den Pet Shop Boys. Marcus hat immer irgendetwas zumindest interessantes zu sagen; mein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,11],"tags":[],"class_list":["post-71","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bucher","category-rant"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}