{"id":83,"date":"2006-08-14T08:57:12","date_gmt":"2006-08-14T07:57:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/2006\/08\/14\/the-medium-is-the-mess-3\/"},"modified":"2006-08-14T09:00:02","modified_gmt":"2006-08-14T08:00:02","slug":"the-medium-is-the-mess-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.scrupeda.net\/wordpress\/2006\/08\/14\/the-medium-is-the-mess-3\/","title":{"rendered":"The Medium Is The Mess #3"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zur Testcard#15, dritter Teil<\/strong><\/p>\n<p><strong>Johannes Ullmaier<\/strong>: &#8216;Das Rad wurde auch schon runder neu erfunden. Ein Gespr\u00e4ch mit Rolf Hofecker, dem Vorsitzenden des Dachverbands der Anonymen Rezipienten (DAR).&#8217;<br \/>\nZu sch\u00f6n um es hier zusammenfassen zu k\u00f6nnen oder auch nur zu wollen. <\/p>\n<blockquote><p>Vorher ist gleich nachher. Insofern wird da nicht rezipiert.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nJede Produktion und Rezeption, die \u00fcber die bestehenden Verh\u00e4ltnisse hinaus nichts will, ist kultureller Spam.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich muss schon wieder an <acronym title=\"Andreas Hartmann\">AHA<\/acronym> denken.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Christoph Jacke \/ Sebastian J\u00fcnger<\/strong>: &#8216;Die Kritikindustrie: Wir sind Papst und wollen keinen.&#8217;<br \/>\nDieser Text bezieht sich auf eine Diskussion, f\u00fcr die ich mich bisher nicht interessiert habe und \u00fcber die ich entsprechend wenig wei\u00df &#8211; folgerichtig habe ich nicht verstanden, worauf er eigentlich hinaus will, bzw. was die H\u00f6lle mit einer &#8216;kritischen Utopie der Medienkulturgesellschaft&#8217; gemeint sein soll. Schon die Vokabel &#8216;Medienkulturgesellschaft&#8217; ist mir ein R\u00e4tsel. <\/p>\n<p><strong>&#8216;Matthias Rauch<\/strong>: &#8216;Star-Bilder. \u00dcber die mediale Herstellung von Authentizit\u00e4t in der Popkultur.&#8217; besch\u00e4ftigt sich mit dem Konzept der Authentizit\u00e4t und dessen Rolle &#038; Auspr\u00e4gung in verschiedenen Zweigen der Popmusik heute, nachdem eben jene Authentizit\u00e4t doch schon l\u00e4nger aus verschiedenen Gr\u00fcnden totgesagt worden ist. Das Fazit,  <\/p>\n<blockquote><p>[&#8230;]dass es mehrere, ja unz\u00e4hlige verschiedene Formen der Authentizit\u00e4t gibt, die &#8211; gem\u00e4\u00df den feldtheoretischen \u00dcberlegungen Bourdieus &#8211; in den jeweiligen popkulturellen Feldern verschieden konstruiert, legitimiert und perpetuiert werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>ist jetzt nicht so die gro\u00dfe \u00dcberaschung, die Beschreibung, wie einige dieser Typen in einigen dieser Felder funktionieren macht aber durchaus Spa\u00df.<\/p>\n<p><strong>Jens Thomas:<\/strong> &#8216;Die Smarten zwischen den Harten. In den letzten Jahren gab es einen gewaltigen Boom von Frauen an den Mikrofonen. Welches Rollenmuster wird vermittelt?&#8217;<br \/>\nThomas gibt einen Lagebericht \u00fcber die Situation von Frauen in der Popmusik(-industrie), zeigt auf, wie gering z.B. der Frauenanteil verschiedener Musikpresseerzeugnisse ist und auf was f\u00fcr eine Art und Weise weibliche K\u00fcnstlerinnen rezipiert werden. Denn auch wenn Frauen am Mikro (und anderswo) nicht mehr als so austauschbar gelten wie es noch vor gar nicht allzulanger Zeit der Fall war, werden ihre Werke\/Erzeugnisse eben nach wie vor als spezifisch weiblich und damit eigentlich irrelevant wahrgenommen:<\/p>\n<blockquote><p>Frau produziere also lediglich selbstrefferentielle, b\u00f6se gesagt: \u00f6strogengesteuerte Kunst. Eine Gef\u00fchlswelt wird also als weiblich festgeschrieben, selbst wenn sich Interpretinnen in ihren Texten weder \u00fcber den ersten Liebesschmerz noch \u00fcber Nudelaufl\u00e4ufe auslassen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiter geht es darum, auf welche Art und Weise Weiblichkeit inszeniert wird, was das zeigt und wozu es f\u00fchrt. So wird auf eine Studie von Christina Th\u00fcrmer-Rohr eingegangen, die zeigt,<\/p>\n<blockquote><p>[&#8230;] dass M\u00e4dchen im Prozess des Erwachsenwerdens fast zwangsl\u00e4ufig die Lust am Musikmachen verlieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>und erkl\u00e4rt, warum &#8216;mehr Frauen am Mikro&#8217; nicht unbedingt die gro\u00dfe Emanzipation sein muss, sondern vielmehr Gleichberechtigung simulieren kann, wo gleichzeitig sehr enge Rollenbilder festgeschrieben werden. Ich fand den Hinweise darauf, dass sich &#8220;Genderdebatten in popul\u00e4rer Musik thematisch nie derart durchsetzen&#8221; konnten, &#8220;wie es der Rassismusdiskurs [&#8230;] etwa tat&#8221; besonders vielsagend &#8211; ich bin bisher nie auf die Idee gekommen, dass das \u00fcberhaupt eine vorstellbare M\u00f6glichkeit sein k\u00f6nnte. Es war mir schlicht nicht denkbar.<\/p>\n<p>Und was denken sie, meine lieben Leser: Wann haben sie das letzte Mal ein St\u00fcck Musik so geh\u00f6rt, dass sie hinterher ein\/e Andere\/r waren? Ist eine feministische Popkultur m\u00f6glich? Was ist eine &#8216;Medienkulturgesellschaft&#8217; und was w\u00e4re eine sinnvolle &#8216;Medienkritik&#8217;?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Testcard#15, dritter Teil Johannes Ullmaier: &#8216;Das Rad wurde auch schon runder neu erfunden. Ein Gespr\u00e4ch mit Rolf Hofecker, dem Vorsitzenden des Dachverbands der Anonymen Rezipienten (DAR).&#8217; Zu sch\u00f6n um es hier zusammenfassen zu k\u00f6nnen oder auch nur zu wollen. Vorher ist gleich nachher. Insofern wird da nicht rezipiert. 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