Musikwissenschaftlerparanoia

Frage: Darf man Rap nicht vielmehr als ernsthaften, musikalischen Ausdruck der jungen, afroamerikanischen Gesellschaftsschicht verstehen?

Miehling: Ich würde nicht von „der“ jungen afroamerikanischen Gesellschaftsschicht sprechen. Gangstarap ist aber in der Tat der musikalische Ausdruck einer kriminellen Subkultur. Unsere Kinder und Jugendliche übernehmen mit der Musik auch die Werte dieser Subkultur.

Der Absurditätsquotient dieses Interviews ist zu hoch, um hier in eine handliche Zusammenfassung gepresst zu werden. Lest selber, und verratet mir, was ihr daran am bemerkenswertesten findet.

One Response to “Musikwissenschaftlerparanoia”

  1. un kultur Says:

    Musiklehrer in der Waldorfschule – alle Klischees bestätigen sich da. Man könnte fast finanzielle Interessen dahinter vermuten, schließlich gibt der Herr auch privat Musikunterricht. Wahrscheinlich handelt es sich aber um einen Überzeugungstäter, der in bester deutscher Tradition einen Kreuzzug gegen die verlotterte, westliche Welt und ihre Dekadenz führt. Bei “Gewaltmusik” muss ich daran denken, dass KZ-Wächter ein faible für klassische Musik hatten.

    Beachtlich finde ich, dass ein Verlag, der Texte von Detlev Claussen abdruckte, diesen Schmonz in Buchform presst. Bleibt zu hoffen, dass dieses Machwerk in den Regalen versauert.

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