Artikel

2006

Funkerspuk
Ein Vortrag auf dem 23C3 (auf Englisch):

The introduction of radio in the USA and Germany is compared, the role amateurs played and how the respective authorities reacted to them. Questions arise as to how those reactions were models for the treatment of younger communications technologies, and the different approaches to uncontrolled communication will be sketched out. Is “everybody can listen in” a scary thing?

Mitschnitt z.B. hier (.m4v).

Chaos und Kritische Theorie
Ein auch auf dem 23C3 zusammen mit Daniel Kulla gehaltener Vortrag über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Diskordianismus wie vertreten von Robert Anton Wilson und Kritischer Theorie hauptsächlich mit Bezug auf Adorno:

Kritische Theorie, wie sie sich vor allem an Adorno festmachen lässt, und Diskordianismus, der als Philosophie des Chaos zum Namensgeber des veranstaltenden Vereins wurde, gehören zu den am weistesten verbreiteten Elementen des ’social hacking’. Jedoch ist gerade in den letzten Jahren des Adbusting und des Hacktivism unübersehbar geworden, daß von beiden Denktraditionen in der Hauptsache stark vereinfachte und oft auch ideologisch abgeschlossene Formen Verwendung finden: Kritische Theorie wird zumeist auf ein unbestimmtes Unbehagen an der Kulturindustrie, der Globalisierung und den technologischen Entwickungen reduziert, während Diskordianismus zur Illustration oft bedenklicher Parteinahmen für irrationale politische Auffassungen dient. Im Vortrag wird der Versuch unternommen, die Kritische Theorie dem diskordischen Witz auszusetzen und den Diskordianismus der Ideologiekritik.

Mitschnitt z.B. hier (.m4v).

Das unscheinbare Medium (pdf)
ist eine Technikgeschichte-Hausarbeit von mir, die sich um die Geschichte des Tonbandes und der Kassette als Unterhaltungsmedien und ihre Konsequenzen für die Art und Weise wie Musik produziert, vermarktet und konsumiert wird, dreht. Dabei geht es vor allem darum, wer wann wie viel Kontrolle über Musikproduktion & Genuss hatte, und warum diese Technologie wann wie und wo weiterentwickelt wurde. Besonders erhellend fand ich, wie sehr die Reaktion der Musikindustrie auf die Compact Cassette und die mit ihr einher gehenden Kopiermöglichkeiten das Modell für ihren gegenwörtigen ‘Kampf der Raubkopie’ bilden.
Suchen und finden lassen (html, Jungle World Version) (pdf, meine Version)
Eine kleine Einführung in die Funktionsweise von Google und die damit verbundenen Risiken, geschrieben weil sowas gewollt wurde. Trotz eines geschickt gewählten Beispiels sollten Menschen, die was über Google erfahren wollen, vielleicht doch lieber diesen Wired-Artikel lesen: Google vs. Evil.

2005

“Alles kann auseinandergeschnitten und neu zusammengesetzt werden” (pdf)
Eine kleine Geschichte der Musikmedien und ihrer Folgen für die Art und Weise, wie Musik gemacht und wahrgenommen wird. Erschienen in der Testcard #15.
“Meistens sollte das Buch aufklappbar sein.” (pdf)
Filesharing und der Kontrast zwischen technischen Möglichkeiten und gegenwärtigem Recht. Ebenfalls in der Testcard #15 veröffentlicht.

2004

Symmetrie und Ordnung (pdf)
eine Hausarbeit, dieses Mal geht es um Buckminster Fuller und die Wissenschaftsgeschichte der platonischen Körper bzw. die ästhetische Motivation von Wissenschaft. Dieser Text bildetet die Basis für meinen Vortrag über Fullers Geometrie auf dem 22. Chaos Communication Congress. Von diesem Vortrag gibt es auch ein Video, und nur anhören kann man ihn sich auch. Das würde ich aber nicht empfehlen, da sich viel durchs anschauen wesentlich besser erschließt und ich wirklich auf die Projektionen aufbaue.
Max Planck und nicht die Wissenschaft (html)
ist ein Text über Max Plancks Verhältnis zum Nationalsozialismus, in dem ich seine politischen Äußerungen ab der Zeit des ersten Weltkriegs unter die Lupe nehme, vor allem den berüchtigten “Aufruf an die Kulturwelt” von 1914, den er unterschrieben hat, die Art und Weise seiner späteren Distanzierung, und den Inhalt seiner anlässlich der jährlichen Feier des Leibniz-Tages in der Akademie der Wissenschaften gehaltenen Vorträge.
(Pop)Musik und tanzende Ekstase (html)(pdf)
behandelt einerseits die Frage, was sich beim Tanzen eigentlich so gut anfühlt, und was das jeweils mit welchen Eigenschaften der begleitenden Musik zu tun hat, und andererseits, wie bestimmte musikalische Merkmale und tänzerische Verhaltensweisen in den letzten Jahrhunderten immer wieder aufgetaucht oder mutiert sind. Es werden nicht wirklich alle Fragen beantwortet, schon allein weil “die Wissenschaft” sich für dieses Thema bisher nicht besonders interessiert. Die ursprüngliche Version ist in der Testcard #13 erschienen.